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Mehr als 38.000 Euro hat die Fahrt einer Berliner Oberstufenklasse nach New York gekostet. Das Geld dafür kam aber nicht von den Eltern, sondern aus einem staatlichen Fördertopf. Empire State Building in New York: "Ein bisschen too much" Einmal im Museum of Modern Art vor den Originalgemälden der Impressionisten stehen, einmal die Grand Central Station, das Empire State Building und Rockefeller Center sehen, einmal durch den Central Park laufen oder das Immigration Museum auf Ellis Island erkunden. Der Englischlehrer Frederik von Elm des Berliner Robert-Koch-Gymnasiums wollte seinen Schülern etwas ganz Besonderes bieten und organisierte eine Klassenfahrt nach New York City. Sieben Tage verbrachten die Zwölftklässler im Oktober im Big Apple. Der Trip kostete pro Schüler mehr als 2000 Euro, für die ganze Klasse kamen laut "Tagesspiegel" 38.085 Euro zusammen. Es waren allerdings nicht die Eltern, die für die Reise gezahlt haben, sondern der Staat. Das Geld für die Klassenfahrt kam aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT).
Mit diesem Fördergeld soll es Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen ermöglicht werden, an Ausflügen und Klassenfahrten teilzunehmen. Den Zuschuss erhalten Schüler, deren Eltern beispielsweise Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten. romantica antique white curtain poleDiese Voraussetzungen erfüllten alle Schüler der Klasse. intersect grommet-top curtain panelMit dem Einverständnis des Schulleiters konnte die Förderung, die in Berlin nicht auf eine bestimmte Höhe gedeckelt ist, beantragt werden.residence curtains dupioni Auf den Spuren von Gatsbycasual curtains old saybrook
"Wir haben uns in den vergangenen Semestern viel mit den USA beschäftigt", sagt Frederik von Elm. Die Klasse habe "The Great Gatsby" von F. Scott Fitzgerald gelesen, "The Tortilla Curtain" von T. C. Boyle und die Graphic Novel "American Born Chinese", um das Land zu verstehen. "Da fand ich es sehr sinnvoll, mit der Klasse nach New York zu fahren", sagt von Elm. "Wir haben ja auch die Möglichkeit dazu, warum sollen wir diese nicht nutzen?" Schulleiter Rainer Völkel hat eingewilligt, weil ihn das Konzept des Lehrers überzeugt hat, wie er sagt. Viele Schüler der Klasse hätten nicht nur Englisch, sondern auch Kunst als Leistungskurs gewählt, da sei ihm eine Reise nach New York sehr sinnvoll erschienen. "Wenn man große US-Romane behandelt hat, dann verstehe ich es, dass man auch mal in die USA reisen will", sagt Völkel. Auch den Besuch im Museum of Modern Art habe er für die Schüler als sehr bereichernd eingeschätzt. Völkel sagt, er habe sich von dem Eifer der Schüler beeinflussen lassen.
Einige von ihnen besäßen keinen deutschen Reisepass und hätten sich freiwillig einer peinlichen Befragung in der US-Botschaft gestellt. "Sie waren sehr engagiert. So etwas erlebe ich nicht so oft bei den Schülern", sagt Völkel. "Da habe ich einmal eine Ausnahme gemacht. Ich habe mich breitschlagen lassen." "Das war ein bisschen too much" Völkel versteht aber auch die Kritik, eben dass eine solche Reise in keinem Verhältnis stehe und die Schule viel zu viel Geld aus dem Förderprogramm genommen habe. Der Schulleiter habe daraus gelernt, eine solche Reise werde es nicht wieder geben. Lehrer von Elm rechtfertigt sich mit den Worten, er sei begeistert von seinen Schülern, die ein besonders starkes Interesse an den USA gezeigt hätten. Heute sagt er über die Klassenfahrt: "Okay, das war vielleicht ein bisschen too much." Auch die Berliner Bildungssenatorin, Sandra Scheeres (SPD) sagt, der Betrag für die Reise nach New York sei eindeutig zu hoch gewesen. "Ich erwarte, dass mit den Entscheidungsbefugnissen verantwortungsvoll umgegangen wird."
Es habe nicht einmal eine Partnerschaft mit einer Schule in New York gegeben oder einen besonderen Anlass, der diese Reise gerechtfertigt hätte. Auch die Schulkonferenz des Gymnasiums, ein Gremium aus Schulleitung, Lehrern, Eltern und Schülern, soll nicht darüber diskutiert haben, in welchem Rahmen Kosten für eine solche Reise angemessen seien. Die Berliner Bildungspolitikerin Stefanie Remlinger (Grüne) traut den Schulen indes zu, in Zukunft verantwortungsvoll mit Fördergeldern umzugehen. "Man sollte ihnen nicht vorschreiben, wohin die Klassen reisen dürfen", sagt sie. Remlinger findet es aber auch "frech", wie viel Geld das Robert-Koch-Gymnasium für die Reise nach New York beantragt hat. Es sei gut, dass sich die Schule nun dafür rechtfertigen müsse. "Das ist ein extremer und sehr unangenehmer Lerneffekt." Vielleicht könne die Schule so ein Thema in Zukunft ja mal im Ethikunterricht besprechen. © SPIEGEL ONLINE 2015 Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
Die Homepage wurde aktualisiert. Hinweis nicht mehr anzeigen.Stand: 04.02.2016 01:53 Uhr Viele Mexikaner verehren den jüngst gefassten Drogenboss "El Chapo" Guzmán. In dem Land ist eine regelrechte Chapomanie ausgebrochen. T-Shirts und andere Produkte mit seinem Bild verkaufen sich wie frischgebackene Tortillas. Von Anne-Katrin Mellmann, ARD-Studio Mexiko-Stadt In Tepito, einem wegen großer Kriminalität verrufenen Marktviertel von Mexiko-Stadt, ist das Gesicht von Sinaloa-Kartell-Boss Joaquín Guzmán überall. Etwa auf Verpackungen raubkopierter Filme, auf Mützen und auf T-Shirts. "El Chapo"-Produkte verkaufen sich wie frischgebackene Tortillas: Der Super-Schurke als Präsident, als Heiliger oder mit dem Maschinengewehr auf der Jagd nach dem in Mexiko unbeliebten Donald Trump. Carolina, eine blondierte Mittvierzigerin, probiert ein T-Shirt. Darauf zu sehen: Das Gesicht der Schauspielerin Kate del Castillo. Auch sie hat an Popularität gewonnen, seitdem sie das Treffen des Drogenbosses "El Chapo" mit Hollywood-Star Sean Penn arrangiert hat.
Neben ihrem Gesicht ist der kürzlich veröffentlichte Chatverlauf aufgedruckt, in dem ihr der verknallte Drogenboss schreibt, er werde sie schützen wie seinen Augapfel. Carolina kauft das T-Shirt für rund sechs Euro: "Einfach nur weil es Mode ist, seit sie den Chapo geschnappt haben", erzählt die Frau. Ihr Tüten tragender Ehemann Victor betrachtet in der Zwischenzeit Shirts mit Al Capone und dem Paten und erläutert: "Über den Chapo freuen wir uns, weil er aus einem angeblich ausbruchsicheren Gefängnis entkam. Der Chapo ist intelligenter als die Regierung - die Korruption hat ihm geholfen", sagt er. "Wir mögen unsere Regierung nicht, auch weil die Politiker korrupt sind. Sie füllen sich die Taschen, wir werden immer ärmer. Klar, der Chapo ist ein Krimineller, aber schlauer als die Regierung." Der Drogenboss und die Schauspielerin. ... eine Verehrung von Kate del Castillo nachgesagt. Mehr Vertrauen in "El Chapo" als in die Regierung Clever findet die Kundschaft den Kartellchef, mutig die Schauspielerin del Castillo, weil sie ihn öffentlich verteidigt.
Sie vertraue eher dem Chapo als der Regierung, twitterte sie einst. Hinter vorgehaltener Hand erzählen Händler, der Chapo habe sich während seiner ersten Flucht vor etwa zehn Jahren einige Tage lang in Tepito versteckt. Nicht nur hier - in ganz Mexiko gibt es eine Chapomanie. José Reveles, einer der angesehensten Journalisten, der ein Buch über "El Chapo" geschrieben hat, erklärt die Bewunderung für den Mafiaboss: "Ihm ist es gelungen, das Bild eines Robin Hood zu kreieren, eines Mannes, der den Armen hilft. Aber, wenn er Straßen gebaut hat, dann, weil er sie für sich brauchte", schränkt Reveles ein. "Die Menschen sind ihm dankbar für die Arbeit, die sein Kartell geschaffen hat. Sie sind schadenfroh, weil ihn die Regierung so lange nicht schnappen konnte. Wir erleben eine wirtschaftliche Krise, es gibt nicht genug Arbeit für junge Menschen, es gibt zu viel Gewalt und keine Gerechtigkeit. Da identifizieren sich die Leute mit dem Chapo, weil er der Regierung eins auswischt.
Er wird zum Superhelden. Je schlechter es der Gesellschaft geht, umso mehr bewundert sie so einen Typen." Kartellchef #Chapo gegen #Trump - auf einem Markt in #Mexiko https://t.co/grnDNixg4w 01.02.2016 23:45 Uhr via Twitter Chapo als Markenname geschützt Dass er ein Verbrecher ist, werde ausgeblendet. Genauso wie die Tatsache, dass sein Sinaloa-Kartell verantwortlich für viele der 150.000 Gewaltopfer der vergangenen zehn Jahre ist. Auch Behörden scheinen das mitunter zu vergessen: Erst kürzlich konnten sich die Tochter Guzmáns, seine aktuelle und eine Ex-Ehefrau den Spitznamen Chapo ganz offiziell als Markennamen schützen lassen. Und in Tepito erzählt ein Verkäufer, dass derzeit sogar Bundespolizisten vorbei kämen, um Chapo-Shirts zu kaufen. "El Chapo" - der geliebte Kriminelle A.-K. Mellmann, ARD Mexiko-City 04.02.2016 01:33 Uhr Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an: Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.